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Schwaigerhof
Familienchronik und Zeitgeschichte

Der Name „Schwoaga“ fand bereits vor 800 Jahren die erste urkundliche Erwähnung – seither ist viel passiert und wir wandern ein Stück zurück in der Geschichte, um die Entstehung des Schwaigerhofs, wie wir ihn heute kennen, zu skizzieren. Damit einher geht auch die Geschichte der Familie Stocker, deren Hände den Schwaigerhof seit jeher formen, verändern und wachsen lassen.

 

Ende der Zwanzigerjahre kam der 1906 geborene Gottlieb Stocker als Erbfolger an den Hof seines Onkels, der kurze Zeit später verstarb und in dessen Fußstapfen er treten sollte. Gottlieb erbte das Anwesen „Schwoaga“ und vermählte sich 1931 mit Hedwig Stocker. Obwohl die Erbauszahlungen an die Verwandten des verstorbenen Onkels sie zusätzlich zu den notwendigen Instandhaltungen des Hofes belasteten, gelang es ihnen mit Fleiß und Entbehrungen, den Hof zu renovieren und sie konnten bereits in den Kriegsjahren Jugendgruppen beherbergen.

 

Die Zeiten waren keine einfachen, aber Gottlieb und Hedwig wurden vier gesunde Kinder geboren – Toni, Rudi, Friederl und Deli – bevor ein schwerer Schicksalsschlag das Glück und die Zukunft der jungen Familie zerriss. Gottlieb musste kurz vor Kriegsende 1945 sein Leben an der Front lassen und so lag es an Mutter Hedwig alleine, vier kleine Kinder sowie den Hof zu versorgen. Doch der Schwager samt Familie stand ihnen bei und vereinte Kräfte in der harten Nachkriegszeit ermöglichten das Weiterführen des Anwesens – ab 1954 vermochte man abermals Gäste und Freizeitgruppen zu beherbergen.

Schwoagahof anno dazumals
Schwaigerhof in den Fünfzigerjahren
In den 60iger Jahren konnte man bereits Skifahren
Die 1950er- bis 1970er-Jahre

Seine Geschwister gründeten eigene Familien und Existenzen, es war Toni, der den Schwaigerhof gemeinsam mit seiner Frau Kunigunde, liebevoll Kuni genannt, weiterführen sollte. Auch ihr ganzes Glück waren vier Kinder: Gerti, Rosi, Gottlieb und Günter.

 

Tonis Tatendrang und Pioniergeist brachte eine Vielzahl an Neuerungen mit sich, kein Stein blieb auf dem anderen... 1956 wurde der erste Traktor angeschafft – dieser existiert und fährt übrigens noch heute! 1957/58 wurde ein Neubau in Angriff genommen, da das alte Haus den Anforderungen nicht mehr entsprach. So konnten acht neue Fremdenzimmer samt Fließwasser und Zentralheizung geschaffen werden und bereits in der Wintersaison 1958/59 ging ein kleiner Lift vor dem Haus in Betrieb.

 

1960 wurde das alte Bauernhaus abgerissen und der Schwaigerhof durch den Zusammenhalt der Geschwister neu aufgebaut – was für Rohrmoos eine wichtige Grundlage zum Aufbau des Fremdenverkehrs darstellte. Die Bedeutung des Wintertourismus wurde früh erkannt und so ging 1963 ein weiterer Lift am hinteren Haushang in Betrieb und wurde nach zwei Jahren durch einen neuen Umlauflift ersetzt. Dadurch war die Pistenpräparierung bald nicht mehr zu bewältigen und es wurde 1966/67 ein Pistengerät durch eine eigene Konstruktion entwickelt.

 

Aber nicht nur auf den Pisten wurde rege entwickelt, 1968 folgte ein weiterer Neubau: Das erste Hallenbad der Dachstein-Tauern-Region fand großen Anklang unter Einheimischen und Gästen. Darüber hinaus wurde der Gasthof abermals renoviert und die Zimmer auf den neuesten Stand gebracht.

 

Im Jahre 1972 folgte ein neues Pistengerät der Firma Kässbohrer. 1976 wurde der kleine Schwaigerhof-Lift zum Tellerumlauflift, der große Lift wurde von Diesel auf elektrischen Antrieb umgestellt – so gehörten lange Stehzeiten der Vergangenheit an.

Die 1980er- und 1990er-Jahre

Im Frühsommer des Jahres 1980 verstarb unsere geliebte Oma Hedwig, die auch den Gästen mit ihrer Heiterkeit stets in Erinnerung bleiben sollte.

 

1981 nahm die Familie das Risiko eines neuerlichen Zu- und Umbaus auf sich, da viele Zimmer und andere Räumlichkeiten nicht mehr den Wünschen der Gäste entsprachen. Vom Keller bis zur Terrasse wurde emsig gearbeitet, sogar ein Etagenlift erhielt im alten Haus Einzug. Die Alpinen Skiweltmeisterschaften brachten 1982 den nötigen Aufwind mit sich und der Gasthof erstrahlte in neuem Glanz.

15 Jahre nach der Eröffnung war es 1984 auch Zeit, das Hallenbad samt Umkleiden zu renovieren. Darüber hinaus konnte eine Sauna installiert werden. Auch ein Solarium und eine Hackschnitzelheizung – der Traum von Toni – gingen bald danach in Betrieb.

 

1985 konnten Toni und Kuni auf 25 glückliche Ehejahre zurückblicken. Jahre voller Höhen und Tiefen, Arbeit, Pioniergeist, Lebensfreude und Optimismus formten die beiden jungen Menschen zu Eltern und schließlich zu Großeltern. 1988 ging dieses Glück viel zu früh zu Ende – unsere liebe Mutter Kuni verstarb im Alter von 55 Jahren nach schwerer Krankheit. Wer die Seele des Hauses kannte, wird sie immer in Erinnerung behalten! Nur zwei Jahre später ein großer Schock für die Familie: Auch der liebe Vater und Chef Toni musste eine unheilbare Krankheit ertragen und starb 1991 im Alter von nur 59 Jahren.

 

Leere und Traurigkeit lag in den Herzen der Kinder, aber die Zeit blieb nicht stehen und es gab auch viel Erfreuliches zu berichten: Uns, Gottlieb und Annemarie, wurde 1986 unsere Tochter Martina geboren, 1992 gaben wir uns das Ja-Wort und uns wurden noch zwei Buben geschenkt: Anton kam 1994 und Hubert 1995 zur Welt.

 

Vater Tonis Pioniergeist schien vererbbar gewesen zu sein und so ging es auch im Schwaigerhof innovativ weiter und es wurde stets nach vorn geblickt:

1994 wurde ein Bade-Biotop geschaffen, 1995 der Umbau von 1969 saniert und erweitert. 1999 wagten wir uns abermals an einen großen Zu- und Umbau, bei dem sicherheitsrelevante Auflagen erfüllt, vor allem aber Ideen und Visionen umgesetzt werden konnten. Ein helles Treppenhaus, ein komfortabler Aufzug, die Rezeption mit Hotelhalle, 10 neue Zimmer, davon 3 mit rollstuhlgerechten Badezimmern u.v.m. konnte realisiert werden. Hauptaugenmerk lag dabei auf dem Komfort der Gäste sowie der Qualität von Möbeln, Matratzen, etc.

Winter in den 60iger Jahren
In den 70iger Jahren kommt Farbe in Spiel
Hotel Schwaigerhof ca. 1980
2000 bis dato

2005 wurde in 8-monatiger Bauzeit der bisher größte Zubau bewerkstelligt – das Gartenhaus. Mit enormem Einsatz des Bauherrn und der Planer ist der Schwaigerhof abermals gewachsen und zu einem Top-Haus des Ennstals geworden. Auf einer Etage entstanden eine Wellnessanlage mit Schwimmbad und Außenpool, verschiedenen Saunen und Ruheräumen, darüber hinaus ein Seminar- und Fitnessraum sowie 20 Zimmer auf den beiden oberen Etagen. Um weiter mit Holz heizen zu können, wurde wieder eine Hackschnitzelheizung errichtet.

 

In den darauf folgenden Jahren wurden etliche Badezimmer renoviert, 2009 wurde die Ostfassade des Haupthauses neu gestaltet und einige Zimmer vergrößert.

 

2011 war es abermals an der Zeit für einen größeren Umbau, diesmal betraf es im Kellergeschoß die Toilettenanlagen und den Ski-Raum, außerdem wurde ein Kinderspiel- und Jugendraum errichtet. Im Erdgeschoß lädt seither eine gemütliche Hotelbar mit herrlichem Panorama und eigener Raucher-Lounge zum Verweilen. An der Frontküche lassen sich die Köche über die Schulter blicken, Fassaden wurden isoliert und auch bei Elektrotechnik und Installation wurde viel „Unsichtbares“ erneuert. Zum Schutz unserer Gäste wurde jedes Zimmer mit einer Brandmeldeanlage ausgestattet und aus dem letzten Rohbau-Teil des Gartenhauses wurden vier Zirbenholz-Zimmer.

 

2013 ging ein großer Traum in Erfüllung: Der Schwaigerhof zählt seither zu den ****Superior Hotels. Diese Auszeichnung bedeutet für den Gast ein deutliches Plus an Service und Dienstleistung, worüber wir uns sehr freuen!

 

2013/14 investierten wir in unser wertvollstes Gut, unsere Mitarbeiter, und errichteten das Mitarbeiterhaus „Lavendel“ mit 18 Wohnungen, Tiefgarage und Dachterrasse, welches die Wohnqualität des Schwaigerhof-Teams deutlich verbesserte.

 

2015 stand ganz im Zeichen der Zirbe: Neun Doppelzimmer und drei Einzelzimmer wurden mit Zirbenholz ausgestattet und erfreuen sich seither großer Beliebtheit. Und wie jedes Jahr wurden wieder Badezimmer erneuert und Zimmer modernisiert...

 

2016 folgte der Spatenstich zum nächsten Großprojekt. Ein 25m-Außenpool mit Sprudelliegen wurde errichtet, darunter entstand ein Ballsportraum, ein Fitnessraum sowie ein Boulderraum. Der ehemalige Fitnessraum wurde zum Bewegungs- und Seminarraum umgestaltet, in dem seither auch eine kleine Bibliothek zu finden ist.

Um die Verbindung zwischen den Häusern noch bequemer zu gestalten, wurde ein unterirdischer Gang sowie ein Verbindungsgang im 1. Stock zwischen Haupt- und Gartenhaus erbaut.

Seither laden auch ein neuer Beautybereich, gemütliche Massage- und Kosmetikräume sowie eine Private-Spa-Suite zum Entspannen ein. Und im Außenbereich wurde die Gartenanlage neu gestaltet, ein neues Biotop angelegt und selbst der Kräutergarten bekam einen neuen Platz...

Die Zeitgeschichte des Hauses, aber auch jene der Familie Stocker, zeigt Ideen, Pionierarbeiten und Maßstäbe, die in der Vergangenheit gesetzt wurden, aber auch künftig erforderlich sein werden, um den Gästen der Region und des Ortes im Hotel Schwaigerhof einen idealen, erholsamen und erlebnisreichen Urlaub bieten zu können.

 

Ihre Familie Stocker

vlg. Schwoaga

Aus unserem Magazin
am 29.11.2017
Schnallen Sie die Schneeschuhe an!
Schneeschuhwandern mit Blick auf den Dachstein – ein Wintertraum, der in Erfüllung geht...